Unterstützung für Hebammen

Unterschriftensammlung für Hebammen am Frauentag

 

Im regen Treiben der Großen Bäckerstraße des Samstagvormittag, sammelte die Grüne OB-Kandidatin Claudia Schmidt und ihre grüne Ratskollegin Jule Grunau gemeinsam mit Hebammen aus der Region Unterschriften für die Petition „Rettet unsere Hebammen“.

Die Hebammen Elisabeth Prado, Ulrike Mausolf, Andrea Schwarzer, Vera Krause, Iris Labatz und Katrin Schröder kämpfen für eine bessere Situation der Hebammen. „Seit Jahren bremst die Politik die Hebammen aus“, sagt Frau Mausolf, Beleghebamme in Winsen. Im Zentrum der Kritik steht die hohe Haftpflichtversicherung für Hebammen, die im Sommer diesen Jahres sogar auf über 5000€ ansteigen soll. Die immense Steigerung der Haftpflichtversicherung in den letzten Jahren (im Jahr 2003 beliefen sich die Kosten noch auf 1352,56€), führte bereits dazu, dass viele freiberufliche Hebammen ihren Beruf aufgaben oder kleinere Geburtshäuser schließen mussten. Dies führt u. a. dazu, dass die Anfahrtswege zu möglichen Geburtsorten für Frauen gerade im ländlichen Raum immer länger werden. Oder das die wunderbare Möglichkeit einer 1:1 Betreuung durch eine Beleghebamme, von Frauen kaum noch in Anspruch genommen werden kann, da es immer weniger Hebammen gibt, die diese Betreuungsform aufgrund der hohen Kosten anbieten. Damit wird den Frauen das Recht einer gesicherten Betreuung durch Hebammen und einer freien Entscheidung des Geburtsortes nach und nach genommen.

Gegen diese Situation gilt es ein Zeichen zu setzten, die Öffentlichkeit zu informieren und den Hebammen in ihrem Kampf für eine Verbesserung der Situation zu helfen. „Ich möchte die Hebammen unterstützen“ sagt Claudia Schmidt, „es ist Weltfrauentag, ein guter Anlass, um für die Rechte von Hebammen und Frauen einzutreten.“ Die BürgerInnen zeigten sich unglaublich solidarisch, viele waren fassungslos angesichts der problematischen Situation freiberuflicher Hebammen und wollten unbedingt helfen. Zusätzlich zu den Unterschriften für die Online-Petition „Rettet unsere Hebammen“, wurden 322 Unterschriften gesammelt, die an den Gesundheitsminister Gröhe, sowie in Kopien an die Abgeordneten unseres Landkreises gesendet wurden.

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