Der Wahlkampf beginnt

Claudia Schmidt auf der Jahreshauptversammlung des LCM

 

Die ers­te ge­mein­sa­me Dis­kus­sions­run­de mit den Kan­di­datIn­nen für das Ober­bür­ger­meis­ter­amt, das am 25. Mai neu be­setzt wird, fand am Mitt­woch, den 5.3. im Rah­men der Jah­res­haupt­ver­samm­lung des Lü­ne­burg City Ma­na­ge­ment e. V. (LCM) in der Kro­ne statt.Ziel des LCM ist es, „die Innenstadt zu beleben, aufzuwerten und als Einkaufsstandort attraktiv zu gestalten.“ Claudia Schmidt als Kandidatin der Grünen Partei, stand gemeinsam mit den Kandidaten der CDU (Eckard Pols), SPD (Ulrich Mädge) und der Partei DIE.LINKE (Michèl Pauly) Rede und Antwort. Die vier Kandidat_innen wurden von Christoph Steiner (LZ), vor allem zu Themen befragt, die für die Einzelhändler der Lüneburger Innenstadt von besonderem Interesse sind.

Was kann Politik tun, um das Lüneburger Kaufhaus zu erhalten, wollte Steiner wissen. Wichtig ist, dass die Atmosphäre der Innenstadt zum Aufenthalt einlädt. Dazu gehören mehr Sitzgelegenheiten, breitere Wege und Begrünung  im innerstädtischen öffentlichen Raum. Wichtig seien auch individuelle, regionale Angebote aus der Region – diese sind vor allem für Gäste attraktiv.

Claudia Schmidt äußerte sich begeistert zu dem von LCM und Lüneburger Marketing GmbH ausgerufenen Jahr der Giebel. „Das ist eine Stärke von Lüneburg. Wir haben diese wunderschönen Giebel, eine Innenstadt, die im zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde. Wir haben hier die Originale, das sollte international vermarktet werden.“ Eine Stärkung der Lüneburger Innenstadt sieht Schmidt auch in der Unterstützung neuer Geschäftsgründungen. Mittel aus dem EU-Programm Horizon 2020, deren Ziel die Förderung Kleiner und Mittelständischer Unternehmen, ohne hohe bürokratische Hürden ist, wäre eine Möglichkeit auf dem Weg dahin.

Eine wichtige Zusicherung gab Schmidt den Lüneburger Einzelhändlern: die Gewerbesteuer werde sie als Oberbürgermeisterin nicht erhöhen.

Von Interesse war weiterhin die Frage nach den Eingemeindungen von Adendorf und Bardowick. „Effizienz ist nicht alles.“ Ganz klar plädierte Claudia Schmidt z. B. für den Erhalt der Ortsräte. „Demokratie vor Ort ist mir ganz wichtig!“ Bürger_innen müssen, zumal bei solchen Entscheidungen einbezogen werden.

Die Frage nach der Nutzung einer Solarbahn oder der traditionellen Pferdekutschen für Besuchergruppen, beschäftigt in Lüneburg nach wie vor. Dabei sprachen sich die Kandidat_innen mehrheitlich dafür aus, nach Wegen zu suchen, um die Kutschfahrten in der Lüneburger Innenstadt am Leben zu erhalten.

In der offenen Fragerunde meldete sich Ratskollege Kiesel und wollte wissen, warum ältere Menschen mit wenig Rente Claudia Schmidt wählen sollten. Neben der Unterstützung von günstigem Wohnraum und preiswerter Mobilität, stellte Schmidt die Bedeutung von bürgerschaftlichem Engagement in den Mittelpunkt. Ehrenamtlicher Einsatz für ein gemeinsames Miteinander unterstützt bedürftige Menschen und bewahrt Menschen vor der sozialen Ausgrenzung. Die zahlreichen Lüneburger Initiativen, die in diesem Bereich bereits helfen, sollen auch in Zukunft nach besten Kräften unterstützt werden.

 

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld